Roy Riquelme

Ein Rezept für Umweltschutz und Tradition

Das gemeinsame Essen mit Familie oder Freunden bedeutet mit Sicherheit für alle Menschen auf der Welt mehr als nur reine Nahrungsaufnahme. Gerichte stehen symbolisch für unsere Kultur, unsere gemeinsamen Wurzeln und erzählen die Geschichte der Generationen vor uns, die gemeinsam gekocht und voneinander gelernt haben. Roy Riquelme, Koch und Umweltaktivist im Amazonasgebiet, ist überzeugt, dass man durch das Bekanntmachen traditioneller Gerichte das kulturelle Erbe dieser Gemeinschaften schützt und für die Zukunft bewahrt. Als Heranwachsender hat er in Madre de Dios, einer waldreichen Gegend im südöstlichen Peru, miterlebt, welche katastrophalen Auswirkungen die Abholzung des Regenwalds auf die Region selbst und auf das weltweite Leben haben kann.

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„Wir wollen den Menschen das Amazonasgebiet nahebringen, ihnen von unseren Produkten und unserer Küche erzählen.“

Roy wollte nicht einfach tatenlos zusehen und gründete das Catering-Unternehmen „Cocinando y Preservando“ („Kochen und schützen“), das die komplexen kulinarischen Traditionen seiner Heimat präsentiert und gleichzeitig den Schutz des Amazonas-Regenwalds zum Ziel hat. Schließlich liefert dieser Obst, Gemüse und alle anderen wichtigen Zutaten für die traditionsreichen Rezepte. Basis dieser Initiative ist sein Kochbuch, für das er während seiner Besuche der indigenen Gemeinschaften im Amazonas die von Generation zu Generation weitergegebenen alten Rezepte und Zubereitungstechniken dokumentiert hat. „Dieses Kochbuch wurde durch meine Besuche bei den am Projekt teilnehmenden Gemeinschaften inspiriert“, erzählt Roy. „So bekommen sie eine greifbare Dokumentation dessen, was wir gemeinsam erschaffen haben.“

Um diese Gemeinschaften zu unterstützen, will der Umweltaktivist das Buch möglichst vielen Hobbyköchen auf der ganzen Welt schmackhaft machen. Aber wie baut man eine weltweite Fangemeinde auf, wenn man irgendwo tief im Amazonasgebiet sitzt? Die Rettung kam in Form von Diego Davilas Kurs zu digitalem Marketing. Diesen belegte Roy, weil er die Rezepte und Traditionen seiner Gemeinschaft besser bekanntmachen wollte und dazu visuelles Storytelling lernen wollte.  Dank des Business-Wissens von Diego Davila macht Roy nun fantastische Fotos, postet sie auf seinen Social-Media-Accounts und verschafft auf diese Weise nicht nur den Kulturen und Traditionen des Amazonasgebiets Aufmerksamkeit, sondern hilft auch der Region Madre de Dios dabei, jetzt und in Zukunft nachhaltiges Leben zu ermöglichen.  

„Mein Ziel ist es, dieses Projekt als gemeinschaftliches Erbe zu hinterlassen, damit sich immer neue Menschen darum kümmern und auch die kommenden Generationen noch an allem erfreuen können, was wir heute bewahren.“

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