Udemy als Business, Teil 2: Jonathan Levi

Willkommen bei Teil 2 unserer Serie „Udemy als Business“. Heute unterhalten wir uns mit Jonathan Levi, der sein ursprüngliches „Super-Learner“-Konzept erweitert hat und nun neben seinen anderen Tätigkeiten als Unternehmer, Investor und Lifehacker sieben Udemy-Kurse (mit fast 60.000 Teilnehmern) anbietet.

(Falls du übrigens Teil 1 mit Dozent Frank Kane verpasst hast, findest du ihn hier.)

An welchem Punkt wurde dir klar, dass du deinen Erfolg auf Udemy zu einem Offline-Business ausweiten konntest?
Ich glaube, wir hatten so um die 40.000 Teilnehmer, als mir klar wurde, dass ich wahrscheinlich auch einen ziemlich erfolgreichen Podcast an den Start bringen könnte. Im Januar 2015 war es dann soweit. Wir haben den Podcast gestartet, der sehr gut angenommen wurde, sodass wir dann auch noch Bücher, Audiobücher und schließlich Premiumkurse auf unserer eigenen Website herausgebracht haben. Parallel dazu haben wir die ganze Zeit Kurse auf Udemy veröffentlicht und tun das auch weiterhin.

Kannst du uns beschreiben, wie du dein aus Udemy entstandenes Business aufgebaut hast und wie es jetzt aussieht?
Wir sind Schritt für Schritt vorgegangen. Zunächst haben wir uns auf Udemy einen treuen Teilnehmerstamm aufgebaut und viel Zeit und Energie in Aufbau und Betreuung unserer privaten Facebook-Gruppe gesteckt. So hatten wir dann die perfekte Zielgruppe für unseren Podcast. Im Rahmen des Podcast-Marketings haben wir viele Kursmitteilungen mit kostenlosen Inhalten verschickt und die Teilnehmer dazu animiert, auch unsere Angebote außerhalb von Udemy zu nutzen. Kurz danach haben wir dann begonnen, über den Podcast E-Mail-Adressen zu sammeln, damit wir mit unseren Usern in Kontakt bleiben können. Ohne diese Kommunikationswege hätten wir unsere Premiumprodukte, die Bücher und alles andere nicht auf den Markt bringen können.

Könntest du uns kurz beschreiben, wie du deine Arbeitszeit zwischen deinen Offline-Aktivitäten und deinem Udemy-Content aufteilst?
Im Moment müssen wir bei Udemy nicht viel machen. Wir überlassen das Marketing dem fantastischen Udemy-Team (samt Affiliate-Netzwerk) und können uns daher ganz auf den Aufbau unseres Unternehmens konzentrieren. Alle paar Monate starten wir bei relevanten Teilnehmern eine Werbeaktion zur Vermarktung unserer Udemy-Kurse. Das Tolle bei Udemy ist, dass unsere Kurse auch ohne Vermarktung super laufen. Sie werden immer weit oben in den Suchergebnissen angezeigt und bringen dementsprechende Einnahmen über Udemy ein, was wiederum auch ständig viele User zu unseren anderen Angeboten (sowohl kostenlose als auch gebührenpflichtige) lenkt. Wir erstellen weiterhin neue Kurse und beantworten Fragen auf Udemy, aber trotzdem würde ich sagen, dass sich mittlerweile ca. 80 % unserer Unternehmensaktivitäten auf Projekte außerhalb von Udemy konzentrieren. Das soll nicht etwa heißen, dass Udemy kein wichtiger Teil unseres Business wäre, sondern zeigt, wie gut Udemy alles im Griff hat und unsere Kurse vermarktet, ohne dass wir uns darum kümmern müssen. Außerdem haben wir Service und Support weitgehend ausgelagert, d. h., die Beantwortung von Fragen und der Support für unsere Community werden von einem Mitglied unseres Teams und den Teilnehmern selbst übernommen.

Hast du vielleicht ein paar Ratschläge für andere Dozenten, die ihren Erfolg auf Udemy so wie du als Fulltime-Business ausbauen wollen?
Ich kann nur immer wieder den gleichen Ratschlag geben: Erstelle hochwertige Produkte, die die Leute wirklich brauchen. Investiere in die Produktqualität, nicht nur in puncto Video- und Audioproduktion, sondern auch in relevante, hochwertige Inhalte. Dein Kurs muss die User in jeder Hinsicht begeistern. Dann musst du nur noch methodisch und gezielt ein Produkt-Ökosystem von Produkten aufbauen, die den User zu den besseren und wertvolleren Produkten hinlenken, die optimal auf seine Bedürfnisse abgestimmt sind. Dieses Thema behandeln wir ausführlich in unserem „Branding You“-Kurs auf Udemy und noch ausführlicher in der demnächst erscheinenden „Branding You MasterClass“. Hast du gemerkt, was ich gerade gemacht habe? 😉